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Hypoglykämie ( Unterzuckerung )

Von einer Hypoglykämie bzw. Unterzuckerung ist die Rede, wenn der Blutzuckerspiegel unter den Grenzwert von 50 mg/dl (Milligramm pro Deziliter Blut) absinkt.

Ablauf und Folgen von Unterzuckerungen

Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel löst eine körperliche Gegenregulation aus: Das Gehirn schüttet Stresshormone aus. um die Insulinwirkung zu verringern und Zuckerreserven aus der Leber freizusetzen. Der Blutzuckerspiegel erhöht sich wieder. Während dieses Prozesses machen sich die autonomen Unterzuckerungssypmtome bemerkbar, die von Schwitzen und Herzklopfen über Zittern und innere Unruhe bis zu Angst und Herzsrasen reichen. Da der Blutzucker bei Diabetikern aufgrund des erhöhten Insulinspiegels trotz der Gegenregulation zunächst weiter absinkt, kommt es zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Glukose, wenn dem Körper keine Kohlenhydrate zugeführt werden. Warnsignale für zunehmende Funktionsstörungen des Gehirns sind die nun einsetzende neuroglykopenischen Symptome, darunter Unkonzentriertheit, Benommenheit, Orientierungslosigkeit, Gleichgewichts-, Sprach- und Sehstörungen. Nicht selten benehmen Betroffene sich untypisch ( z. B. besonders albern oder gereizt). Erst wenn die Blutzuckerkonzentration uinter 30 - 40 mg/dl fällt, drohen schwere neurologische Reaktionen wie Krampfanfälle und Bewußtseinsverlust. Der Diabetiker kann sich dann nicht mehr selber helfen. Allerdings haben auch schwere Unterzuckerungen nach heutigem Forschungsstand keine Auswirkungen auf die geistige Leistungsfähigkeit, es droht keine irreversible Hirnschädigung - vorausgesetzt, der Diabetiker ist ansonsten gesund. Die größte Gefahr geht vielmehr von den Folgen einer schweren Unterzuckerung aus, wenn es durch Bewußtseinsverlust zu Stürzen, Verkehrsunfällen oder Ähnlichem kommt.

Ursachen, Vermeidung und Behandlung von Unterzuckerungen

Die häufigsten Ursachen für Hypoglykämien bei Diabetikern sind: - Falsche Insulinanpassung oder falsche Tabletteneinnahme - Auslassen oder Verspätung einer Mahlzeit bei konventioneller Therapie - Nicht eingeplante Bewegung; exzessiver oder ungewohnter Sport ohne ausreichende Kohlenhydratzufuhr - Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörungen besonders nach schweren Unterzuckerungen oder langer Diabetesdauer. Je länger jemand Diabetiker ist und je häufiger ein Diabetiker eine schwere Unterzuckerung erleidet, desto weniger nimmt er die autonomen Symptome wahr, weil immer weniger Stresshormone freigesetzt werden. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit weiterer schwerer Unterzuckerungen, wogegen es unbedingt anzukämpfen gilt: An erster Stelle steht hier eine sorgfältige Blutzuckereinstellung. Für Diabetiker, die schon häufiger schwere Unterzuckerungen gehabt haben, empfiehlt sich aufgrund des hohen Rückfallrisikos eine stationäre Neueinstellung. Besonders gefordert sind Diabetiker, die eine intersivierte Therapie durchführen oder eine Insulinpumpe nutzen, Sulfonylharnstoffe oder Glinide einnehmen und normnah eingestellt sind. Um Unterzuckerungen zu vermeiden, müssen Neueinstellungen auf Insulin oder Insulinwechsel (v. a. Typ-1) und Medikamentwechsel ( Typ-2) entsprechend vorsichtig vorgenommen werden.

Eine besonders hohe Bedeutung kommt der Schulung des Erkennens, Vermeidens und Behandelns von Hypoglykämien zu: Ziel muss es sein, auch langfristig ein möglichst frühes Auftreten von Symptomen zu sichern. Dafür muss die Sensibilität trainiert werden. Das gelingt am ehesten, wenn Diabetiker durch aufmerksame Selbstbeobachtung relative Klarheit darüber erlangen, wie der eigene Kröper und das eigene Denken normalerweise in unterschiedlichsten Alltagssituationen funktionieren. Denn jeh mehr man über sich und seinen Diabetes weiss, desto einfacher ist es , Abweichungen und Besonderheiten festzustellen, zu analysieren und auch als Anzeichen für eine Unterzuckerung wahrzunehmen ( etwa Schwitzen, Schwindelgefühl oder Zerstreutheit). Es macht Sinn, diese Beobachtungen detailliert schriftlich festzuhalten, weil man so in Erfahrung bringen kann, zu welchen Zeiten und in welchen Situationen man besonders gefährdet ist, eine Hypoglykämie zu erleiden. Einige allgemeine Vorsichtsmaßnahmen sollten in jedem Fall stets beachtet werden: - Immer Diabetikerausweiss mitführen - Blutzuckermessung im Zweifelsfall erst nach Kohlenhydratzufuhr durchführen - Immer leicht verzehrbare und schnell verwertbare “Not”-Kohlenhydrate griffbereit haben ( nicht aufwendig/ kompliziert verpackte Traubenzucker oder zuckerhaltige Getränke ); evtl. Glucagon-Spritze dabeihaben - Körperliche Anstrengung sowie Teilnahme am Straßenverkehr schon bei erstem Anzeichen einer Hypoglykämie unbedingt vermeiden - Familienmitglieder, Freunde und Arbeitskollegen über die Krankheit und Hilfsmaßnahmen bei einer Unterzuckerung unterrichten. Im Fall der Bewußtlosigkeit sollte entweder eine schnell wirkende Glucagon-Fertigspritze oder eine 40%ige Glukoselösung ( nur durch medizinisches Fachpersonal ) verabreicht werden. Am besten ist natürlich, die Warnsignale früh zu erkennen, richtig zu deuten und entsprechend zu handeln. Wir stehen Ihnen mit Informationen, Hinweisen und Hilfestellungen zur Verfügung.

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